Schlosspark Wiednitz
Bis ca. 1500 v. Chr. ist menschliches Leben im Territorium um Wiednitz nachweisbar (Urnengräberfelder). Die Gegend war mit schwer zu durchdringendem Urwald bedeckt. Die sehr reiche Tierwelt, wie Auerochse, Wildschwein, Hirsch, Reh, Hase, Luchs, Wildkatze, eine große Zahl von Vögeln und viel Kleingetier war vorhanden. Eine gute Lebensgrundlage für Menschen war gegeben.
Wiednitz stellte jahrhunderte lang ein typisch sorbisches Bauerndorf dar.
Die Gehöfte des Dorfkernes gruppieren sich um einen langgestreckten Anger (Grünstreifen mit alleeartiger Bepflanzung, großkroniger Laubbäume zu beiden Seiten, begrenzt durch eine Dorfstraße).
Ackerbau und Viehzucht war die Hauptproduktion der Menschen, so war es auch eine Folge, dass 1534 das erste Gut in Wiednitz den Anfang hatte. Das Gut wechselte seine Besitzer bis 1945 23-mal. 1679 zerstörte eine Feuerbrunst das gesamte Dorf und ein schwerer Neuanfang stand vor der Landbevölkerung.
Den ständigen Wohnsitz in Wiednitz hatte der Gutsbesitzer Kriegsrat Johann Heinrich Simones von 1725 bis 1768. In kirchlichen Unterlagen ist zu lesen, dass Simones eine gute Beziehung mit August dem Starken pflegte und dieser auch oft bei seinen Fahrten nach Polen in Wiednitz Rast machte. Simones selbst tat für die Entwicklung des Ortes sehr viel. Er gestaltete das Dorf zu einem Rundling mit Marktplatz nach dem Brand neu, erweiterte die Teiche und legte neue an. In den Jahren 1730 – 1735 baute er das Schloss auf eine Insel und gestaltete den Schlosspark.
Das Wiednitzer Wappen „Springender Löwe mit ausgestreckten Klauen“ verdanken wir dem Gutsbesitzer Peter Friedrich d’ Orville von Löwenclau 1782 bis 1787. Mitte des 19. Jahrhunderts verkauften die Gutsbesitzer Felder und Wiesen, die Viehzucht wurde eingestellt und es wurde nur noch Fischzucht und Jagd betrieben.
Der Lüdecke-Stein am Großteich erinnert an Fritz Lüdecke, einer der letzten Besitzer des Wiednitzer Gutes. Er wurde am 30. Oktober 1930 in der Jagdhütte am Falkenhain mit zerschmettertem Kopf aufgefunden, man vermutet einen Jagdunfall als Todesursache.
Der letzte Besitzer Herr Dr. Häring 1930 – 1945 hatte vor, das Schloss in ein Ärztehaus umzubauen, zu dem es dann aber nicht mehr kam.
1996 wurde der Schlosspark zu einem Freitzeit- und Erholungspark für die Wiednitzer umgestaltet. Mit Spielplatz und großer Rasenfläche. Direkt gegenüber liegt das s.g. Soziokulturelle Zentrum des Ortes, es beheimatet Gemeindeamt, Gemeindesaal, Gaststube und alles was auf dem Dorf benötigt wird.
Eingebettet in eine wunderschöne Teichlandschaft ein paradiesisches Fleckchen Erde.
Jährlich feiern die Wiednitzer traditionsbewusst das Teich- und Vereinsfest. Ab 2012 kommt der Tag der Parks und Gärten hinzu.
























