Barockgarten Zabeltitz
Die Geschichte des Barockgartens ist sehr eng mit dem Ort Zabeltitz verbunden. Der Ort Zablato ("Hinter dem Sumpf') wurde erstmalig 1207 urkundlich erwähnt. Er war ab Ende des 14. Jahrhunderts fast 200 Jahre im Besitz der Familie Pflugk.
Um 1590 ließ der baufreudige Kurfürst Christian I ein kurfürstliches Stallgebäude, das so genannte "Alte Schloss" errichten. Der gesamte Besitz fiel 1717 an August den Starken.
1728 schenkte er es dem Grafen Christoph August von Wackerbarth, der sich große Verdienste als Leiter des kursächsischen Militär- und Zivilbauwesens erwarb. Mit dem Wirken von Wackerbarth begann die Entstehungsgeschichte des Barockgartens in Zabeltitz nach dem Vorbild von Versailles. Er zog für die Planung und Ausführung des Gartens in Zabeltitz Johann Christoph Knöffel heran.
Mittelpunkt der Anlage ist das Palais. Von der Terrasse aus führt der Blick über das Parterre, den Spiegel- und Flaschenteich in die "Ferne" (freie Landschaft). Rechts und links des Spiegelteiches bilden Lindenallee und Hainbuchenhecke eine"Blickbegleitung" bis zum Abschluss der Gartenanlage. Im Mittelteil wird durch die Anordnung der Wasserbecken, Wege und Rasenflächen sowie der Hecken und Bäume die strenge Regelmäßigkeit der barocken Gestaltung sichtbar. Die Gestaltung des Inselteiches mit Insel und Pavillon stammen aus den Jahren um 1800 und entsprechen einschließlich des Parkteils "Wildnis" der englischen Gartenkunst. Die Skulpturen wurden zwischen 1730 bis 1800 von verschiedenen Künstlern geschaffen, wobei die bekannteste Figurengruppe - die Riesenkinder - in der Werkstatt Permosers entstanden sein soll.













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