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12. Tag der Parks und Gärten am 30. Mai 2021

Seit 2009 findet jedes Jahr an einem Sonntag im Mai der Aktionstag „Tag der Parks und Gärten“ mit buntem Programm für Groß und Klein statt.

Mit viel Liebe und ehrenamtlichen Engagement werden die Parkanlagen der Region Dresdner Heidebogen gepflegt und sind so zu „grünen Juwelen“ mit besonderem Wert für Erholungssuchende geworden. Die Gäste können durch Barockgärten mit wunderschönen Bauwerken und herrlicher Blütenpracht flanieren, sich verzaubern lassen und botanische Kostbarkeiten in der unmittelbaren Umgebung entdecken.

Ein Ausflug in die Region lohnt in jedem Fall, ob mit Bus und Bahn oder per Fahrrad. So kann man in Großenhain gleich drei Parkanlagen kennen lernen. Im Ortsteil Zabeltitz ist eine der größten und bedeutendsten Parkanlagen nach französischen Vorbild in Sachsen, der Barockgarten Zabeltitz, zu sehen. Auf der höchsten Erhebung der Stadt, dem 159,40 m hohen Kupferberg, befindet sich der gleichnamige Waldpark. Einige geologische Aufschlüsse zeugen noch heute von der kurzen Zeit des Kupfererzabbaus, die den Namen des Berges prägten. Der größte und schönste Park Großenhains ist der Stadtpark, der viele Freizeitmöglichkeiten im Grünen bietet. Sportplätze, Tennisplatz, Fitnesspfad und der großzügige Abenteuerspielplatz mit Wasserspielbereich im Zentrum des Parks sind beliebte Anziehungspunkte.

Im Schönfelder Schlosspark ist der größte Straußenfarnbestand Sachsens zu Hause. Des Weiteren findet man über 50 verschiedene Baum- und Straucharten. Geschwungene Wege erschließen den Park entlang der Wasserflächen.

Der Schlosspark Lauterbach wurde um 1770 als spätbarocke Anlage im Stile des Rokoko geschaffen. Prägend für den Park sind der dominante Spiegelteich und das neu gestaltete Parkentree. Es besteht ein klar gegliedertes Wegesystem, versehen mit ausreichend Ruhebänken an Standorten mit reizvollen Sichtachsen.

Bei der Staudengärtnerei Stübler im Moritzburger Ortsteil Steinbach entwickelte sich aus einem Liebhabergarten ein Spezialbetrieb für winterharte Zierpflanzen. Bis zu 3500 Arten stehen in dem 2500 Quadratmeter großen naturnah angelegten Garten. Zu sehen sind Stauden und Gehölze aus aller Welt von Neuseeland bis zur Arktis und von Amerika bis Japan. Selbstverständlich gibt es fachmännische Tipps und es steht eine große Auswahl an Zierpflanzen aus eigener Anzucht zum Erwerb zur Verfügung.

Mit dem Bau eines Wehrturmes im Jahre 1274 beginnt die Geschichte der Schlossanlage in Oberau. Das Schloss Oberau gehört heute zu den wertvollsten der gefährdeten Schlösser Sachsens. In der Zeit von 1807 bis 1878 wurde der zugehörige Park als englischer Landschaftspark angelegt.

Der Schlosspark in Hermsdorf lädt mit seinen uralten Bäumen und der Teichanlage zum Spazieren ein. Verbinden kann man dies mit einer Wanderung durch das Seifersdorfer Tal.

Ein Besuch in Oberlichtenau lohnt sich ebenfalls. Zu erleben ist die barocke Park- und Schlossanlage Oberlichtenau. Um die einzigartige Gartenanlage besser verstehen und kennenzulernen, hat der Förderverein vom Barockschloss Oberlichtenau einen QR-Code geführten „Lehrpfad des Barockgartens“ mit 34 Stationen eingerichtet. Unweit vom Schloss befindet sich das Bibelland Oberlichtenau-Freilichtmuseum und Garten in Einem. Der Lebensalltag zu biblischer Zeit wird hier dargestellt und anhand originalgetreuer Nachbauten veranschaulicht. So wird Geschichte für Jung und Alt erlebbar.

Im Ortsteil Bischheim der Gemeinde Haselbachtal befindet sich ein 5,6 ha großer Park, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im französischen Rokoko-Stil entstanden ist. Um 1800 wurde eine umfassende Erneuerung bzw. Verschönerung der Gebäude vorgenommen. In dieser Zeit setzte sich auch der englische Stil in der Gartenarchitektur durch. Im Park befindet sich ein Bestand von etwa 1000 Bäumen, ein großer Teil davon älter als 200 Jahre. Entdecken Sie zu jeder Jahreszeit die Schönheit der Parkanlage und genießen die Reize der Natur.

Botanische Besonderheiten und die Aussicht vom 18 Meter hohen Lessingturm kann man auf dem Hutberg Kamenz erleben. Hier wurde mit Blaufichten der erste „blaue Wald“ in Deutschland angepflanzt.

In der Rhododendrongärtnerei Grüngräbchen sehen die Besucher eine 10 ha große Schauanlage mit bis zu 140 Jahre alten Pflanzen, die im Mai mit ihrer atemberaubenden Blütenfülle begeistern. Wer möchte, kann eine Jungpflanze für den eigenen Garten erstehen.

Entdecken Sie die Schönheit der näheren Umgebung und lernen Sie die Parkanlagen des Dresdner Heidebogens kennen.

An dem Aktionstag sind in den teilnehmenden Parkanlagen jährlich abwechslungsreiche Programme geplant. Alle Informationen dazu finden Sie unter: www.heidebogen.eu/gartenkultur.

Grußwort des Schirmherrn Dr. Matthias Rößler - Präsident des Sächsischen Landtags

Liebe Freunde der Gartenkultur,

die Parks und Gärten zählen in Sachsen zu den Glanzlichtern unseres kulturellen Erbes. Sie stellen die Kleinodien unserer Kulturlandschaft dar. In 

ihnen sind Kunst und Natur eine Symbiose eingegangen, die dem Maß des Menschen, seiner geistigen Entfaltung und ästhetischen Entwicklung entspricht.

Das trifft insbesondere auf die Region Dresdner Heidebogen zu. 2009 gründete sich hier das Netzwerk mit neun Garten- und Parkanlagen, die gemeinsam an einem Sonntag im Mai ihre Tore für Besucher öffnen und auf die ehrenamtlich mit viel Liebe gepflegten Anlagen aufmerksam machen. 

Auf diesem Wege sollen möglichst vielen Menschen die Augen dafür geöffnet werden, welch ein Refugium eine über die Jahrhunderte gewachsene Parkanlage im Verbund mit seinen einzigartigen Bauwerken darstellen kann. Außerdem werden botanische Kostbarkeiten präsentiert und nahegebracht, die bei uns an der Seite bemerkenswerter Architekturdenkmäler immer noch in einer verhältnismäßig hohen Dichte zu finden sind. Das stellen nunmehr bereits 21 Anlagen vom Park Bischheim über den Schlosspark Hermsdorf bis hin zum 

Barockgarten Zabeltitz eindrucksvoll unter Beweis.

Als Schirmherr für den „Tag der Parks und Gärten“ erfüllt es mich mit Freude und mit Stolz, dass diese Verdoppelung der Kräfte und Energien als Ergebnis in nur wenigen Jahren erreicht worden ist. Ich kann mir sehr gut vorstellen, welches hohe bürgerschaftliche Engagement diese Erfolge erst möglich gemacht hat.

Es ist eine Leistung, die der gesamten Region und letztendlich dem Freistaat Sachsen in seiner Anziehungskraft insgesamt zugutekommt.

Ich wünsche diesem Kulturereignis und Naturerlebnis auch in diesem Jahr wieder ein erfolgreiches Gelingen und allen Besucherinnen und Besuchern einen erlebnisvollen und erholsamen Tag in den Parks und Gärten unserer Region.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Matthias Rößler - Präsident des Sächsischen Landtags

 

Bildnachweis: Steffen Giersch

 

 

Kriterien für den Beitritt

Anlagen, die Interesse haben dem Netzwerk "Schlösser, Parks & Gärten Region Dresden" beizutreten, haben folgende Mindestkriterien zu erfüllen:

 

  • ein aktiver Träger/Betreiber kümmert sich um Erhalt, Pflege und Entwicklung der Anlage (die Rechtsform ist dabei unerheblich)
     
  • es gibt eine Idee oder Vision zur Entwicklung der Anlage, es liegt ein Entwicklungskonzept vor
     
  • es ist Bebauung vorhanden, die als Schlechtwetter-Variante zur Verfügung steht
     
  • es finden bereits Feste und Veranstaltungen regelmäßig in der Anlage statt
     
  • es gibt Gästeführer, die durch die Anlage führen können
     
  • die Anlage verfügt über touristische Relevanz (Reiseanlass)
     
  • die Anlage ist nicht weiter als 50 km vom Zentrum der Region entfernt (Königsbrück)

Broschüre zum Download