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Das Ergebnis der Abstimmung

In der Mitgliederversammlung am 3.2.09 stimmten

  • 17 Mitglieder für
    "Dresdner Heidebogen"
  • 11 Mitglieder für
    "Sächsischer Heidebogen"
  • 1 Mitglied enthielt sich der Stimme.

Anschließend faßte die Mitgliederversammlung den Beschluß, den neuen Namen für die Förderregion auch zum Vereinsnamen zu machen. Der Beschluß zu §1 (Vereinsname) wurde mehrheitlich von 28 Mitgliedern bei 1 Enthaltung gefaßt.

Im Folgenden finden Sie noch einmal Dokumente, die zur Entscheidung für diesen Namen geführt haben.

Das Ergebnis der ersten Diskussionsrunde von April bis Mai 08

Es gab viele Vorschläge, die alle in ein Votingsystem aufgenommen wurden, über das jeder abstimmen konnte. Nach einem reichlichen Monat hatte sich bei der Stimmabgabe noch kein klarer Favorit herauskristallisiert. Leider gab es immer wieder neue Vorschläge, als dass ein Vorschlag wirklich breite Zustimmung fand. Es war kein Namensvorschlag dabei, der wirklich vom Hocker riß.

Knapp vorn lagen "Sächsische Toskana" und "Mark Meißen- (Ober)lausitz". Wenn man aber die Vorschläge mit Dresden im Namen zusammenfasst, lag diese "Richtung" vorn:

Ergebnis des Votings:

Gesamtbeteiligung: 32,
Stimmen für

  • Mark Meißen-(Ober)lausitz  6 = 18,75%
  • Sächsische Toskana 6  = 18,75%      
  • Röder-Pulsnitz-Region 4 = 12,50%    
  • Pulsnitzmark 3 = 9,38%      
  • Elbe-Hochland 3 = 9,38%      
  • Dresdner Vorland 2 = 6,25% 
  • Dresdner Nordland 2 = 6,25%           
  • Dresdner Nordbogen 1 = 3,13%      
  • (Dresdner/Sächsisches) Markland 1 = 3,13%      
  • Das Dresdenland 1 = 3,13% 
  • Vorschläge mit Dresden zusammen: 7 = 21,88%
  • Großenhainer Pflege - Westlausitzer Heidebogen 1 = 3,13%         
  • Großenhainer Pflege - Westlausitz 1= 3,13%       
  • Nordsächsisches Heideland 1 = 3,13%      

Unsere Namenssuche - Zusammenfassung

Am Ende einer fast über das ganze Jahr geführten Diskussion, die im Kern darum geführt wurde, daß für den westlichen Teil der Region der Namensbestandteil "Westlausitz" nicht zutreffend ist, standen zuletzt zwei Namensvorschläge für die Mitgliederversammlung zur Auswahl:

  • Sächsischer Heidebogen
  • Dresdener Heidebogen.

Das Votum der Mitgliederversammlung fiel letztlich zugunsten von "Dresdner Heidebogen" (siehe rechts).

Gemäß dem durch den Vorstand am 10.04.2008 und den KK am 21.04.2008 bestätigten Jahresarbeitsplan wurde die Namensfindung als erste allgemeine Aufgabe aller Gremien des Vereins festgehalten: Es ?steht auf der Tagesordnung, den Namen des Vereins der neuen Gebietskulisse anzupassen und mit der regionalen Identität der Bewohner in Einklang zu bringen. Auf ihrer nächsten Mitgliederversammlung sollen die Mitglieder über einen neuen Namen abstimmen.?

Über den Sommer des Jahres wurde eine Umfrage gestartet, die drei wesentliche Ergebnisse brachte:

  • Eine gemeinsame Identität unterhalb des Begriffs ?Sachsen? gibt es nicht.
  • Es wird vielfach der Wunsch geäußert, die Nähe zu Dresden im Namen zum Ausdruck zu bringen.
  • Es wurde ebenso der Wunsch geäußert, wenigstens einen Teil des bisherigen Namens zu erhalten.

Zusammenfassung der Diskussion bis zur Mitgliederversammlung:

Der Name ?Westlausitzer Heidebogen e.V. geht auf die Bezeichnung einer Region zurück, die sich 2002 um die Königsbrücker Heide bildete. Er ist ein Kunstname, der sich aus den Begriffen ?Westlausitz? und ?Heidebogen? zusammensetzt.

  • Der Namensteil ?Heidebogen? bezeichnet bis heute den Kern der Region naturräumlich einigermaßen treffend ? nämlich die nahezu durchgängige Heide-Formation von der im Süden angrenzenden Dresdner Heide bis zur im Norden angrenzenden Ruhlander Heide.
  • Stärken / Schwächen des Namensteils Heidebogen
    • das Gebiet umfasst auch die Großenhainer Pflege
    • Pflege ist das Gegenteil von Heide (Pflege steht für das bewirtschaftete Land, Heide für das unbewirtschaftete).
    • Die Kenntnis über diese Hintergründe ist wenig verbreitet
    • Gegenüber dem Namen Heidebogen sind mutmaßlich alle Mitglieder tolerant.
    • Viele Mitglieder haben vorgeschlagen, aufgrund der erlangten Bekanntheit wenigstens diesen Teil des Namens zu erhalten
  • Der Namensteil ?Westlausitz? ist ebenfalls bereits ein Kunstbegriff, der in den 50er Jahren für die westliche Oberlausitz geprägt wurde, die damals zum Teil im Bezirk Cottbus (Kreis Hoyerswerda), zum Teil im Bezirk Dresden (Kreise Kamenz und Bischofswerda) lag und der eine gewisse Oberlausitzer Identität bewahrt hat.
  • Stärken / Schwächen des Namensteils Westlausitz
    • Im Gegensatz zu den Anfangsjahren sind seit 2007 die gesamte Großenhainer Pflege (außer Zabeltitz), das nördliche Dresdner Land (Ottendorf-Okrilla, Radeburg und Moritzburg) und Niederau hinzugekommen. Eine Region, die nunmehr etwa 50% der Gesamtregion ausmacht.
    • Wie die zur Namensfindung gestartete Umfrage gezeigt hat, identifiziert sich niemand aus dieser Teilregion mit Oberlausitz oder Westlausitz.
    • Ein Großteil der Altmitglieder ist gegenüber dem ?Westlausitz? tolerant
    • Widerstand gegen den Namensteil gibt es nur aus einer kleinen Gruppe von heimatlich stark verwurzelten Personen und von Fachleuten (Historiker, Geografen, Heimatkundler; Naturkundler)

 

Abwägung: Selbst wenn eine Mehrheit der Mitglieder für den Namen ?Westlausitzer Heidebogen? votieren könnte, will die Mitgliederversammlung versuchen, den Mitgliedern und  Bürgern im westlichen und südlichen Teil der Region entgegenzukommen, die sich  mit dem Namen ?Westlausitzer Heidebogen? nicht oder nur schwer identifizieren können.

  • Der Namensteil ?Heidebogen? erscheint für einen Kompromiss geeignet und soll deshalb erhalten bleiben.
  • Gegen den Namensteil ?Westlausitz? gibt es neben fachlichen (historischen, landsmannschaftlichen, kulturellen und geografischen) Einwänden das schwerer wiegende Problem der Regionalen Identität, die für den Zusammenhalt entscheidend ist und die deshalb ein über einfache Mehrheiten hinausgehendes Einvernehmen braucht.

Der Namensteil ?Westlausitzer? soll deshalb durch einen konsensfähigeren Namensteil ersetzt werden. Nach ausführlicher Diskussion bleibt zu entscheiden zwischen

  • ?Sächsischer? oder
  • ?Dresdner?

 

Stärken /Schwächen des Namensteils ?Sächsischer?:

  • Der Westteil der Region gehört seit der Verleihung der Kurwürde an Meißen (1547) ununterbrochen zu Sachsen.
  • Die Oberlausitz gehört de facto seit 1615 zu Sachsen, de jure  mit Ausnahme von Bernsdorf seit 1831. Bernsdorf (Oberlausitz)  gehört erst seit 1990 zu Sachsen.
  • Bei der Umfrage und weiteren Diskussionen erwies sich der Namensteil ?Sachsen? als der einzige, der von allen Beteiligten letztlich unbestritten blieb. Er ist der kleinste gemeinsame Nenner. Andere vielleicht auch mehrheitsfähige Vorschläge stießen dagegen bei Einzelnen immer auf Widerstand.
  • Im Sinne der Einheit und Gemeinsamkeit der Region bietet dieser Begriff die höchste Identifikation.
  • Ein Sächsischer Heidebogen kann in allen Heidelandschaften zwischen Neiße und Mulde vermutet werden und gibt die tatsächliche Lage der Region nur ungenau wieder

 

Stärken /Schwächen des Namensteils ?Dresdner?:

  • Die Nähe zu Dresden ist unabhängig on Territorialzugehörigkeiten zu allen Zeiten gleich und unverrückbar?.
  • Im Sinne regionaler Identität fühlt sich nur ein geringer Teil der Mitglieder und Bürger als Dresdner oder Randdresdner, wohl aber beschreiben die meisten gegenüber ortsunkundigen ihre Herkunft mit der Sentenz ?in der Nähe von Dresden?.
  • Der Bezug auf Dresden bietet aufgrund der gegebenen Bekanntheit der Stadt als Metropole von Kultur, Kunst, Tourismus und wirtschaftlichstem Wachstumskern eine Vielzahl von Synergien, wenn man sich zu der Stadt in Beziehung setzt.
  • Die Nähe zu Dresden braucht bei der Vermarktung nicht als zusätzliches Argument hinzugesetzt werden, wenn es im Namen enthalten ist. (Gewerbegebiete in der Nähe von Dresden, Urlaub und Erholung in der Nähe von Dresden, Kulturgemeinde in der Nähe von Dresden usw.)
  • Trotz des angeschlagenen Images von Dresden (Waldschlösschenbrücke) impliziert der Name per se Geschichte, Kultur, Urlaub, Forschergeist, Lebensart, Mikroelektronik?) ? selbst eine bestimmte Vorstellung von der Landschaft. 
  • Ein Dresdner Heidebogen lässt die Zugehörigkeit der Region zur Dresdner Heide vermuten oder dass der Dresdner Heidebogen nur ein Teil der Dresdner Heide sei.
  • Der Heidebogen bildet ziemlich genau den Nordteil der Region Dresden ab.

Weiterführende Links

Leider ist mancher, dessen Beitrag an der Diskussion fruchtbar gewesen wäre, erst im Nachhinein aufgewacht. Dennoch hoffen wir, hier für alle gezeigt zu haben, daß wir uns die Namensfindung wirklich nicht leicht gemacht haben. Wer dies noch einmal nachvollziehen möchte, auch, um unsere Entscheidung besser zu verstehen, dem seinen diese Seiten noch mal ans Herz gelegt,

insbesondere auch

  • die Diskussionsgrundlage
  • die Abschlußpräsentation zur Entscheidung für "Dresdner Heidebogen" (PDF, 2MB - bitte beachten Sie, daß die PDF zu den Karten Kommentare enthält, die Sie einblenden können)

Name mit Dresden - oder doch Sachsen?

Nach Auswertung der Fragebögen, die nebenbei viele interessante Aussagen enthielten (siehe hier), wurden zwei Tendenzen erkennbar: der Wunsch, wenigstens einen Teil des Namens zu erhalten und der Wunsch, die Nähe zu Dresden besser auszudrücken.

Auf der Grundlage der Entscheidung derer, die an der Umfrage teilgenommen haben, wurde die weitere Diskussion nun in die Richtung geführt, einen geeigneten Namen mit Bezug auf Dresden zu finden.

Alle diesbezüglich eingereichten Vorschläge wurden ins Netz - und damit erneut zur Diskussion gestellt, um die aussichtsreichsten Vorschläge dann der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorzulegen.

Da in der ersten Diskussionsrunde gegen Namen mit Dresden ins Feld geführt wurde, daß

  • Dresden und die Dresdner Heide nicht Bestandteil der Region sind
  • eine direkte Identifikation als "Dresdner" nicht besteht,

wurde alternativ und auch kulturhistorisch und naturräumlich fundiert als "kleinster gemeinsamer Nenner" ein Name mit Sachsen vorgeschlagen.

Wo wurde im September noch einmal ein Voting gestartet - mit folgenden Vorschlägen:

  • Sächsischer Heidebogen
  • Dresdner Heidebogen
  • Dresdner Nordbogen
  • Dresdner Vorland
  • Dresdner Nordland
  • Dresdner Markland
  • Dresdner Kronland
  • Dresdner Krone

Weitere Details hier.

Das Ergebnis der Online-Abstimmung

22 Stimmen für "Sächischer Heidebogen"
So wurde online gevotet - über den endgültigen Namen entscheidet aber die Mitgliederversammlung.

Mit diesem Votum wurden die Weichen gestellt

Zwar lag nun "Sächsischer Heidebogen" vorn, aber in Anbetracht der vielen Vorschläge mit "Dresdner" im Namen konnte das Ergebnis auch anders aussehen.

Es wurde deshalb im November 2008 durch den Vorstand beschlossen, der Mitgliederversammlung folgende zwei Vorschläge zu machen:

  • Dresdner Heidebogen
  • Sächsischer Heidebogen