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Wie es zur Gründung des Vereins kam

Im Programm zur Umsetzung der Gemeinschaftsinitiative LEADER+ im Freistaat Sachsen wurde die Etablierung der LAG als juristisch selbständige Person und die Einrichtung eines LEADER+ Managements gefordert.

Nach Einreichung des Antrages auf Einstufung als LEADER+ Fördergebiet im Januar 2001 haben sich die Mitglieder der einzelnen Arbeitsgruppen zu diesem Thema verständigt. Es wurden verschiedene Modelle diskutiert, mit dem Ergebnis einen Verein zu gründen, in welchem die Akteure aus der Region, die an der Erarbeitung des Konzeptes mitgewirkt haben und weitere Vertreter aus Kommunen, Vereinen und Unternehmen sowie interessierte Privatpersonen das gemeinsam erarbeitete Gebietskonzept umsetzen wollen.

Die Akteure waren sich einig, den Verein auch unabhängig von der Bestätigung als LEADER+ Region zu gründen.

Nach der Überarbeitung des Konzeptes und der erneuten Einreichung im September 2001 wurde die Gründung des Vereins "Westlausitzer Heidebogen e.V." vorbereitet. Am 14.11.2001 fand die Gründungsversammlung im Landratsamt Kamenz statt.

Gründungsmitglieder des Vereins Westlausitzer Heidebogen e.V. waren:

Frau Fehrmann

Bürgermeisterin der Gemeinde Ebersbach

Frau Gollmann

Privatperson

Frau Schlegel

Privatperson

Frau Zscheischler

Naturbewahrung Westlausitz e.V.

Herr Dr. Reinhold

Privatperson

Herr Dr. Stierand

Verein Natur und Heimat Westlausitz e.V.

Herr Driesnack

Bürgermeister der Gemeinde Schwepnitz

Herr Kellner

Kamenzer Bildungsgesellschaft gGmbH

Herr Waurich

Bürgermeister der Gemeinde Schönteichen

Herr Welk

 

Privatperson

 



 

Projekte des Heidebogens

Im Rahmen von LEADER+ wurden Projekte entwickelt, die rund 3 Millionen Euro an Fördermitteln der EU und des Freistaates in die Region brachten. Die wichtigsten, unsere Leitprojekte bis 2006 stellen wir hier vor. Von besonderer Bedeutung waren für uns die Kooperationsprojekte mit anderen LEADER+ Regionen. Hier wurde lokales Kirchturmdenken überwunden.

Entsprehend dem Nachhaltigkeitsprinzip von LEADER+ werden die Projekte auch im Rahmen von ELER/ILE weitergeführt und durch weitere, für die Region besonders bedeutende Leitprojekte ab 2007 ergänzt. Die Themen wurden im Zuge der Erarbeitung des ILE-Konzeptes festgeschrieben.

Da die LEADER+ Förderung in der neuen Förderperiode zur Regelförderung wurde, stehen nunmehr für unsere Region 2,8 Mio ? an Fördermitteln jährlich zur Verfügung.

Leitprojekte im Westlausitzer Heidebogen bis 2006

Leitprojekte sind Projekte von zentraler Bedeutung für die Region. Im Rahmen von LEADER+ wurden folgende Leitprojekte herausgearbeitet:

  • Regionalmanagement

  • Vermarktung regionaler Produkte

  • Touristisches Wegenetz

  • Kulturpotentiale

  • Mensch - Natur - Erfahrung

  • Aktiv- und Erholungsurlaub auf dem Bauernhof

  • Infostellen zum Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide

  • Jugend und Beschäftigung

Kooperation mit anderen Regionen

Die LAG Westlausitzer Heidebogen ist bestrebt, auch mit anderen lokalen LEADER+ Aktionsgruppen Projekte im Rahmen von Kooperationen durchzuführen.

Ein erstes gebietsübergreifendes Projekt wurde mit der LAG Wirtschaftraum Schraden e.V. aus Südbrandenburg entwickelt. Hierzu wurde im Oktober 2003 eine Kooperationsvereinbarung zwischen Westlausitzer Heidebogen e.V. und Wirtschaftsraum Schraden e.V. geschlossen.
Aus dieser Kooperation sind bisher zwei konkrete Umsetzungsprojekte entstanden.


Teilprojekt 1 (2005):

  1. Schaffung eines attraktiven, grenzüberschreitenden Radtourenangebotes (Radeln zwischen Elbe und Spree)
  2. Einbindung in bestehende Angebote und Vernetzung mit touristischen Schwerpunkten der Region 
  3. intensive Arbeit mit touristischen Leistungsträgern im Rahmen von Coachings und Workshops (Anwendung der Qualitätskriterien des ADFC)
  4. Vermarktung des Angebotes im Rahmen der Marketingmaßnahmen der beteiligten Tourismusverbände in Brandenburg und Sachsen
  5. Entwicklung eines radwegspezifischen Druckerzeugnisses und einer Internetpräsentation

Teilprojekt 2 (2006-2007): 

  1. Moderation von zwei Arbeitsgruppen (Netzwerkentwicklung) im Kooperationsgebiet zu den Themenfeldern Kinder- und Jugendtourismus sowie Aktivurlaub
  2. Ermittlung von Stärken / Schwächen vorhandener Angebote und Ableitung von vermarktungsfähigen Angeboten im Bereich der zwei Arbeitsgruppen
  3. Qualifizierung der Leistungsträger
  4. Information und Schulung zu regionalen touristischen Besonderheiten
  5. Angebotsentwicklung
  6. Etablierung von Tourismusinformations- und Buchungsstellen (ATIBS) inkl. Mitarbeiterschulung in beiden Regionen


Ein weiteres Kooperationsprojekt wurde gemeinsam mit der LAG Sächsisches Zweistromland e.G. entwickelt. Das Hauptziel der Kooperation ist die gemeinsame Vermarktung des touristischen Produktes ?Sächsische Parkträume?.

  1. Initiierung verschiedener Teilprojekte für eine gemeinsame Vermarktung
  2. Vermarktungskonzept als Grundlage einer gemeinsamen Marketingstrategie mit Festlegung von Qualitätsstandards für beteiligte Parkanlagen
  3. Realisierung von Investitionen in den Parkanlagen, die zu einer Sicherstellung der Vermarktungsfähigkeit der Parkanlagen führen (im Westlausitzer Heidebogen in den Parkanlagen Naunhof, Lauterbach, Oberlichtenau, Schönfeld und Bischheim)
    • Umsetzung gemeinsamer Marketinginstrumente als nächster Schritt

Das Übergangsjahr 2007

Besonders in den Jahren 2006 und 2007 gewann der Westlausitzer Heidebogen e.V. viele neue Mitglieder. Einerseits waren das alle Kommunen der Region, andererseits Unternehmen und Vereine, die von der Arbeit des Vereins profitieren. In zahlreichen Projekten wurden und werden Grundlagen für die weitere wirtschaftliche Erschließung der Region und für die Vermarktung regionaler Produkte geschaffen. Daneben nahmen in dieser Zeit die Netzwerkarbeit sowie Weiterbildungen und Schulungen einen großen Raum ein.

Der Verein führte dazu am 19. März 2007 eine Zukunftswerkstatt durch und erarbeitete ein integriertes ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) bis zum Sommer 2007. Dies ist Grundlage für die zukunftsfähige Entwicklung des Dresdner Heidebogens, und bietet Lösungsansätze für regionale Aufgabenstellungen.

Die Förderregion gab sich einen neuen Namen

Seit 2002 hieß unsere Förderregion "Westlausitzer Heidebogen". Warum sich der Name nach sechs erfolgreichen Jahren nun änderte - mehr dazu erfahren Sie im Bereich "Die Region" unter Namenssuche.

Nach fast einem Jahr breiter und öffentlich geführter Diskussion hat sich die Mitgliederversammlung am 3. Februar 2009 für den Namen "Dresdner Heidebogen" entschieden und folgte damit der Empfehlung der Touristischen Gebietsgemeinschaft der Region.

Alle Details dazu im Bereich "Die Region" unter Namenssuche.

Entwicklung der LEADER+ Region

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Mitgliedschaft in der Region und die Verortung der wichtigsten der insgesamt 80 entwickelten Projekte.
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Mitgliedschaft in der Region und die Verortung der wichtigsten der insgesamt 80 entwickelten Projekte.